Der orientalische Tanz
Der orientalische Tanz ist einer der
ältesten und
ausdrucksstärksten Tänze.
Er geht zurück auf
Riten und Rituale aus prähistorischer Zeit, welches Skulpturen und
Felsenmalereien belegen. Die Weiblichkeit und Sinnlichkeit stand schon
damals im Mittelpunkt, sowie die zentrierte Bewegung der
Hüften. Im alten Ägypten fand man Vasen mit tanzenden
Frauen, aus denen erkennbar wurde, dass der ritualisierte Charakter
verloren ging und mehr der Unterhaltung diente. Ende des 19.
Jahrhundert kam die Faszination aus dem fernen Orient nach Europa und
brachte den orientalischen Tanz mit sich. Anfangs von einem Teil der
Tänzerinnenr als sexualisierte Form des Tanzes missverstanden,
erkannten die Frauen zur Zeit der Frauenbewegung den selbstbefreienden
und belebenden Anspruch und nicht den vulgär oder frivolen
Abklatsch. Dadurch gewann die Befreiung der körpereigenen
Bewegung immer mehr Anerkennung und popularisierte in der breiten
Öffentlichkeit. Besonders der gesundheitsfördernde Aspekt ist
dabei hervorzuheben, aber auch der künstlerische Aspekt, was
bedeutet sich Ausdruck durch die Bewegung zu verschaffen.
Tanz als Kunstform und Ausdrucksreichtum.